Die Veranstaltungen konnten im Juni wieder aufgenommen werden. Wir gehen davon aus, dass auch in den nächsten Monaten die Teilnehmerzahl begrenzt und eine Anmeldung auch aufgrund der jeweils geltenden Corona-Verordnungen erforderlich ist. Bitte melden Sie sich deshalb mit Namen, Adresse und Tel. an: Entweder unter anmeldung@stiftungros.de oder unter Tel: 040 29813888. Alles Weitere entnehmen Sie bitte den jeweils gültigen Verordnungen.

  • 22.10.2021 - Freitag um 19:00Uhr im Kleinen Michel, Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg

    Markus Ostermair liest aus seinem Roman „Der Sandler“

    In „Der Sandler“ wird eine Geschichte erzählt, die eigentlich gar nicht erzählt werden darf. Denn sie handelt von der Scham des sozialen Abstiegs - und diese Scham macht die Betroffenen schweigen. Der Sandler ist deshalb eine fiktive Geschichte, die Obdachlose ins Zentrum stellt und trotz aller Fiktion ein realistisches und vielschichtiges Bild ihres Alltags auf den Münchner Straßen vermittelt. Einer von ihnen ist Karl Maurer. Er mäandert durch die Stadt, besucht Suppenküchen und Kleiderkammern und manchmal wird er von den Bildern seines früheren Lebens eingeholt - von seiner Frau und seiner kleinen Tochter, der Zeit als Mathematiklehrer und dem Kind, das ihm vors Auto lief. Gleichzeitig durchstreift auch sein Freund Lenz die Stadt auf der Suche nach ihm. Lenz, ein Zettelschreiber und Utopist, merkt, dass es mit ihm zu Ende geht. Er will Karl seine unfertigen Notizen vermachen und, was noch viel wichtiger ist, den Schlüssel zu seiner Wohnung, die er geerbt hatte, in der er sich aber geweigert hatte zu leben. Lenz' Tod ist ein Wendepunkt. Die Wohnung könnte Karls Chance sein, die diffusen, stets auf die lange Bank geschobenen Pläne, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig merkt auch Kurt, ein Haftentlassener, der stets den Angriff für die beste Verteidigung hält, dass er sein Leben ändern muss. Auch er sucht eine Bleibe, die er mit niemandem mehr zu teilen braucht. Der Sprachlosigkeit der Obdachlosen setzt Markus Ostermair eine Sprache entgegen, die nahe an ihr Leben heranführt, ohne dabei zu werten, zu romantisieren oder voyeuristisch zu sein. (Foto: © Fabian Frinzel)

    Markus Ostermair unterstützt mit seiner Lesung den Erhalt des Ledigenheims. Die Spenden der Besucherinnen und Besucher kommen der laufenden Projektarbeit zugute.

    Anmeldung per Mail unter anmeldung@stiftungros.de oder telefonisch unter Tel: 040 29813888.

  • 09.11.2021 - Dienstag um 19:00Uhr im Ledigenheim, Rehhoffstraße 1-3, 20459 Hamburg

    Blackbox Poesie: Katharina Höcker - Autorinnenlesung mit Musik und Gespräch

    Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Katholischen Akademie Hamburg

    Die Dichterin Katharina Höcker liest, begleitet von ihrem langjährigen musikalischen Partner Tim Schomacker, neben schon erschienenen Gedichten Teile aus ihrem neuesten Projekt, einem Langgedicht, das unterschiedliche Textarten verwebt. Die Grundlage zu dieser Textcollage entstand im Coronawinter 20/21.

    Anmeldung per Mail unter lyrik@stiftungros.de oder telefonisch unter Tel: 040 29813888. Eintritt frei, Spenden erbeten.

  • 12.11.2021 - Freitag um 19:00Uhr im Kleinen Michel, Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg

    Doris Gercke liest aus ihrem neuen Kriminalroman „Die Nacht ist vorgedrungen“

    Die Berichterstatterin wahrt gern ein wenig Distanz. Erst der plötzliche Tod eines Fotojournalisten verlangt ihr eine intimere Rückschau ab. Sie durchforstet ihre Erinnerung, rekapituliert die gemeinsamen Taten. Ganz klar ist sein Tod ein Mord. Nur wer profitiert davon? Und will sie dieses Gelände wirklich betreten? Karla Böhm fischt im Netz ihres Lebens und sichtet das Inventar ihrer Bekanntschaft mit Franz alias Heiner Kugler. Sie waren mal ein gefragtes Text-und-Bild-Team. Erlebten dann den Niedergang des investigativen Qualitätsjournalismus, ohne sich korrumpieren zu lassen. Oder war das bloß Augenwischerei? Nach dem Ende des Kalten Krieges fuhren sie wissbegierig nach Moskau, stießen dort auf Muster, die sich andernorts wiederholten. Die sich immer noch wiederholen. Aber was nützt hinsehen, wenn niemand wissen will? Doris Gercke, nüchterne und schonungslose Chronistin im Spannungsgenre, fräst sich hier durch die letzten Jahrzehnte und fängt wie nebenbei Schieflagen und Lügen ein, die bis heute unsere Wahrnehmung von West und Ost, Männern und Frauen, Sieg und Niederlage, Vergangenheit und Gegenwart färben.(Foto: © Deff Westerkamp)

    Doris Gercke unterstützt mit ihrer Lesung den Erhalt des Ledigenheims. Die Spenden der Besucherinnen und Besucher kommen der laufenden Projektarbeit zugute.

    Anmeldung per Mail unter anmeldung@stiftungros.de oder telefonisch unter Tel: 040 29813888.

  • 21.01.2022 - Freitag um 19:00Uhr im Kleinen Michel, Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg

    Michael Göring liest aus „Dresden – Roman einer Familie“

    Fabian reist 1975 zum ersten Mal nach Dresden. Er kommt bei Freunden der Eltern unter. Der Student aus Köln will sehen, ob das Leben in der „Ostzone“ wirklich so schlecht ist, wie sein Vater immer behauptet. Fabian freundet sich schnell mit Gleichaltrigen in Sachsen an und verliebt sich Hals über Kopf in Anne. Diese Verwirrung der Gefühle wird rasch eingeholt vom Alltag im geteilten Deutschland, und als Fabian ein Jahr später erneut nach Dresden reist, ist Anne verheiratet und hat ihren Sohn Leo zur Welt gebracht. Was trotz des Eisernen Vorhangs eine große Liebe hätte werden können, entwickelt sich über die Jahre zu einer tiefen Freundschaft. Fabian kommt fast jedes Jahr, sucht Annes Nähe, erlebt, wie ihr Bruder Kai durch die Elbe schwimmend in den Westen will und scheitert. Während Kai sich im Hass auf das DDR-Regime der Familie entzieht, ist dessen Vater Ekki weiterhin davon überzeugt, dass die DDR reformfähig ist. Am 1. Oktober 1989 sitzt Kai im Zug von Prag nach Hof, und Fabian trifft sich mit Anne in Ostberlin.,Michael Göring schreibt eine Liebeserklärung an eine Dresdener Familie und erzählt von den entscheidenden Jahren von 1975 bis 1989. Eine bewegende Familiengeschichte, in der auch beim Westbesucher einiges in Unordnung gerät. (Foto: © Frederika Hoffmann)

    Michael Göring unterstützt mit seiner Lesung den Erhalt des Ledigenheims. Die Spenden der Besucherinnen und Besucher kommen der laufenden Projektarbeit zugute.

    Anmeldung per Mail unter anmeldung@stiftungros.de oder telefonisch unter Tel: 040 29813888.